unternehmen-selbst-beteiligen / Studiengebühren

Moderator: Fachschaftsrat

Seid ihr für eine Studiengebühr?

Ja
2
8%
Nein
21
91%
 
Abstimmungen insgesamt : 23

unternehmen-selbst-beteiligen / Studiengebühren

Beitragvon Steffen am Donnerstag 5. Dezember 2002, 19:32

Hallo,

ich wollte mal eine Runde zu dem Thema "www.unternehmen-selbst-beteiligen.de" zu eröffnen.

Seid ihr nicht auch der Meinung, dass das ein Zeichen des Aufgebens wäre?
Seid ihr nicht auch der Meinung, dass dann das Geld weiter gestrichen wird?
Seid ihr nicht auch der Meinung, dass diese Idee ein gefundenes Fressen für Minister Rössler ist?

Ich mache mir schon meine Gedanken darüber und mache mir auch Sorgen, dass die Konsquenz der grossen Töne in einer festen Studiengebühr enden koennten.

Steffen


PS: Ich hoffe das ist nicht der Anfang vom Ende!
Zuletzt geändert von Steffen am Sonntag 15. Dezember 2002, 23:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon BjoernD am Donnerstag 5. Dezember 2002, 20:37

Der Jens Bemme schon wieder. :x

So wie er das darstellt klingt es fast wie eine gute Idee, bei der man einfach nicht nein sagen kann.

Aber können Menschen wirklich so naiv und blauäugig sein? Wie kann man sich so mit seinen Idealen für politischen Spar-Irrsinn vor den Karren spannen lassen und es noch nicht einmal merken?

Schaut doch einmal nach Nordrhein-Westfalen - dort wurden Studiengebühren eingeführt. Und was wird damit gemacht? Der Landeshaushalt gestopft! Die Studenten haben davon nichts.

Im Land Brandenburg ähnliches - dort zahlen die Studenten ebenfalls einen gewissen Beitrag direkt in die Landeskasse. Bin mir aber nicht sicher, wofür es da verwendet wird.


Was glaubt ihr also, wird der Herr Rösler machen, wenn jeder von uns ihm nen grünen Hunderter in die Hand drückt? Es uns zurück geben und sagen "Bitteschön, liebe Studenten, ihr habt Euch eine bessere Uni verdient, seht zu, dass ihr dieses Geld sinnvoll einsetzt!" ?
Wie naiv muss man dafür sein?

Sparmaßnahmen an den Unis werden grundsätzlich immer mit der Finanzlage begründet. Studiengebühren wären in diesem Sinne also nur eine verdeckte Steuer, um die Löcher zu stopfen.

Im liberalen Sinne sind die Grundaufgaben des Staates

1. Innere Sicherheit
2. Infrastruktur
3. Bildung

Darüber sollte sich Herr Rösler mal Gedanken machen. Und Jens Bemme. Und wer sonst noch Lust dazu hat...
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und so nimmt das Unheil seinen Lauf

Beitragvon Steffen am Donnerstag 5. Dezember 2002, 21:16

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!DAS DARF NICHT SO WEITERGEHEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Hallo,

am 04.12.02 habe ich einen Artikel ueber die Tagung des RCDS in Frauenstein gefunden.
Falls die Seite wieder erreichbar ist findet Ihr den vollständigen Artikel unter
http://www.che.de/html/body_rcds_fur_studiengebuhren.htm.

u.a. ist folgendes Enthalten:

"In Sachsen sprechen sich viele Studenten für Studiengebühren aus. [...]
Damit nimmt Petermann unter anderem Bezug auf einen offenen Brief, den Studierende der TU Dresden im Frühjahr veröffentlicht hatten.Darin erklären Sie sich bereit einen Beitrag zur Finanzierung der Hochschule zu leisten.
Vor diesem Hintergrund ist auch das Projekt "unternehmen-selbst-beteiligen" zu sehen, das auf Initiative von TU-Student Jens Bemme im November 2002 gestartet ist." <== = offenerBrief (s.o.)

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------
Ergebnis dieser Tagung:

RCDS Sachsen für Studiengebühren und Bildungskredite

Der Landesvorstand des Ringes Christlich-Demokratischer Studenten hat gestern auf Vorschlag der Landestagung in Frauenstein (Sachsen) zum Thema Studiengebühren folgende Beschlüsse gefaßt:

- Der RCDS Sachsen setzt sich für die Einführung von Studiengebühren im Sinne persönlicher Bildungsinvestitionen in Sachsen und auf Bundesebene ein.

- Der RCDS Sachsen setzt sich für einen Rechtsanspruch auf elternunabhängige Bildungskredite ein.

Damit ist Sachsen der erste Landesverband des RCDS, der sich ausdrücklich für die Einführung von Studiengebühren ausspricht.

"In der Bildungspolitik dürfen wir uns keinen sozialutopischen Denkverboten unterordnen. So wie die private Vorsorge bei der Alterssicherung eine allgemein akzeptierte Notwendigkeit ist, muß in Zukunft auch die Investition in die akademische Bildung auf der Privatinvestition des Einzelnen beruhen.", erklärte der Landesvorsitzende des RCDS Sachsen, Sven Petermann.

Neben der Forderung nach Einführung von Studiengebühren legt der RCDS mit den Frauensteiner Beschlüssen gleichzeitig ein Modell vor, mit dem die Studenten in die Lage versetzt werden, ihr Studium zu finanzieren. Dieses Modell beruht auf der gleichzeitigen Einführung eines Rechtsanspruches auf einen Bildungskredit. Es ist sowohl bundesweit, als auch im Alleingang nur für Sachsen umsetzbar.

"In Sachsen sprechen sich viele Studenten für Studiengebühren aus. Mit unseren Vorschlägen erhalten diese Forderungen eine konkrete Gestalt. Wir werden unser Modell deshalb noch dieses Jahr sowohl der Sächsischen Union und ihrer Landtagsfraktion als auch der sächsischen Staatsregierung vorlegen.", so Petermann abschließend.

(Pressemitteilung, 25. Novemer 2002, Sven Petermann)


Mehr zu den Beschlüssen auf http://www.rcds-sachsen.de => RCDS Sachsen für Studiengebühren und Bildungskredite


!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!DAS DARF NICHT SO WEITERGEHEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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Beitragvon Conny am Donnerstag 5. Dezember 2002, 21:37

@Björn
Obwohl ich gegen eine erhöhte (dauerhafte) Studiengebühr bin würde ich begeistert bei einem einmaligen Projekt mitmachen und sehen wollen, welche Früchte sich daraus entwickeln! Sicherlich hast du teilweise mit deinen Äußerungen recht, doch so einfach geht das nun auch nicht mit den Geldern ... :)
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einmalig...

Beitragvon Steffen am Donnerstag 5. Dezember 2002, 22:00

Hallo Conny,

meinst du wirklich, dass es bei einem "einmaligen" Projekt bleiben würde?
Ich bin der festen Ueberzeugung, dass es bei einmaliger Durchführung zu einer dauerhaften Studiengebühr kommen wird.

Wo gehen die Gelder hin?

Ich frage da eher, von wem wird denn das Geld ueberhaupt kassiert? Wer ueberwacht es?
Was passiert mit Bafög-Empfängern, was mit denen, die keines kriegen?

Ich finde das Thema viel zu ernst, um es in einem Test zu prüfen.
Schau dich doch mal auf der Seite des RCDS um, wie weit die mit ihrem Konzept sind.

http://www.rcds-sachsen.de/index.htm?beschlusssammlung.htm#verweis02-5

Da werden nicht nur die Politiker begeistert sein. Nur wie kann man es verantworten ausgerechnet hier in Sachsen, wo das Ansehen der TU-Dresden eh schon leidet, auch noch die Studenten zu vergraulen?

Ausgerrechnet wir in Ostdeutschland haben doch ein Ingenieurproblem.

"[...]Henkel verwies in diesem Zusammenhang nochmals darauf, dass in Ostdeutschland auf 1000 Beschäftigte nur ein Ingenieur bzw. Wissenschaftler komme, während es in Westdeutschland 4, in Japan sogar 8 seien.[...}"
Quelle: http://www.smwk.de/presse/pm_2002_69.html Pressemitteilung vom 03.12.2002

Wie ist das zu verantworten?
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Beitragvon BjoernD am Donnerstag 5. Dezember 2002, 23:38

@Conny: Wie der Steffen sagt, testen ist in diesem Fall nicht. Wenn wir einmal in der Lage sind, zu zahlen, dann sind wir das für die da oben immer. War doch bei der Haushaltssperre 2001 auch so. Da haben es die Fakultäten geschafft, gewisse Ausgaben aufs nächste Jahr zu verschieben und deshalb wurde viel zu wenig protestiert.
Was kam am Ende dabei rum? 2002 gabs ne neue Sperre und diesmal meinte der Herr Rösler, man könne ja "durch geschickte Streckung von mehrjährigen Projekten" die Kosten einsparen.
Reichst du ihm den kleinen Finger, nimmt er die ganze Hand. Die Fakultäten haben Verständnis gezeigt und Verantwortung übernommen (blieb ihnen ja nichts anderes übrig) in dem guten Glauben, dass es in 2002 besser würde. Und dann hat man ihnen dieses Jahr richtig die Schlinge um den Hals gelegt.
Aus diesen Erfahrungen sollte man lernen und nicht weiter blind an das gute in der Staatsregierung glauben.

@RCDS: Elternunabhängige Bildungskredite - finde ich einen überarbeitenswerten Ansatz. Die Studenten von heute sind die potenziellen hochkarätigen Steuerzahler von morgen. Dessen sollte man sich mal bewusst werden und nicht wie Meister Rösler nur jammern, dass wir ja keine Steuern zahlen würden.
Wenn ich ein gutes Studium an einer guten Uni hinter mir habe, dann sind meine Chancen auf einen guten Job relativ hoch (verglichen mit einem schlechten Studium an einer finanziell zusammengekürzten Uni...) und dann kann ich es mir durchaus leisten, den Kredit zurück zu zahlen.
Als Nicht-BaFöG-Empfänger weiss ich, dass nicht jeder der kein BaFöG bekommt, reiche Eltern hat.
Leistungsorientierte Rückzahlung des Bildungskredits halte ich jedoch für ungerecht. Das würde ja dafür sorgen, dass jeder Kommilitone automatisch Dein Feind ist.

Es steht auch noch anderes gutes beim RCDS: ZVS abschaffen zum Beispiel. Oder 5-8-jährige Hochschul-Verträge.

Und dann steht da natürlich 1500 Euro Studiengebühr. Das ist der absolute Hammer und eine Frechheit.

Wer ist der RCDS, dass die sowas von sich geben? Bringen die sich irgendwie in das Leben an der Uni ein? Und mit welchem Recht geben die gemeinsam mit Minister Rösler eine Pressekonferenz und schwelgen in Gebühren-Wahn?
Imho sollten die Studenten der TU das nicht auf sich sitzen lassen und nicht umsonst haben wir demokratisch legitimierte Vertreter, die jetzt mal was dazu sagen müssten.
Ist die Presseerklärung des StuRa schon in Arbeit?
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Beitragvon sSXP am Freitag 6. Dezember 2002, 11:15

sSXP
 

Podiumsdiskussion

Beitragvon Steffen am Freitag 6. Dezember 2002, 17:37

Hier nochmal der Termin für die Podiumsdikussion

* 10.12., 18:30, HSZ 003: Podiumsdiskussion
- unter anderem mit Jens Bemme und Annerose Gulbins (GF HoPo StuRa)

* 12.12., 19:00, HSZ ???: JuSo-Gründung "Bündnis gegen Hochschulgebühren"

wegen dem Raum schreib ich nochmal was


Steffen
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Presse

Beitragvon Steffen am Freitag 6. Dezember 2002, 18:30

hier mal eine halberwegs realistsische Einschätzung zum Thema studiengebühren

http://dw-world.de/german/0,3367,1575_A_652508_1_A,00.html


Steffen]
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Re: einmalig...

Beitragvon Conny am Samstag 7. Dezember 2002, 00:37

Hey Steffen!

Steffen hat geschrieben:Hallo Conny,

meinst du wirklich, dass es bei einem "einmaligen" Projekt bleiben würde?
Ich bin der festen Ueberzeugung, dass es bei einmaliger Durchführung zu einer dauerhaften Studiengebühr kommen wird.


Das ist meiner Ansicht nach eine Sache der Vertragsfestsetzung. Wenn sich die Leute die solche Sachen aushandeln (hier gleich Anfrage - wer ist es :)?) sich über den Tisch ziehen lassen sind sie schlechte Studentenvertreter. Das kann doch klipp und klar vereinbart werden oder?

Steffen hat geschrieben:Ich finde das Thema viel zu ernst, um es in einem Test zu prüfen.
Schau dich doch mal auf der Seite des RCDS um, wie weit die mit ihrem Konzept sind.

http://www.rcds-sachsen.de/index.htm?beschlusssammlung.htm#verweis02-5


Erklär mir doch nochmal in kurzen Zügen (vielleicht hab ich auch nicht richtig gelesen...) Wer die sind, was die wollen und was sie dürfen...
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Beitragvon Conny am Samstag 7. Dezember 2002, 00:53

Tach Blörn!

BjoernD hat geschrieben:@Conny: Wie der Steffen sagt, testen ist in diesem Fall nicht. Wenn wir einmal in der Lage sind, zu zahlen, dann sind wir das für die da oben immer.


Schwachsinn, das ist mir zu oberflächlich! Warum sollte ein Versuch nicht möglich sein um uns die Sache zu verdeutlichen? Vielleicht sind wir erstaunt und machen uns ernsthafte Gedanken darüber was währe, wenn es Studiengebühren gebe - mal abgesehen davon, wo ich euch zustimme, das sich viele Leute das nicht leisten können.

Das bringt einen gewissen Willen in die Köpfe der Studenten, die studieren wollen, das dies kein Spaß ist mit dem Studium! Die Kehrseite, daß es eine ungerechte Vorraussetzung für ein System "wo es jedem möglich sein sollte sich zu bilden" müssten wir mit der Unterstützung der Leute verbessern, die es wirklich nötig haben.

Das würde zu einem noch gläsernen Menschen führen, aber Gerechtigkeit käme dabei auch rüber, wenn genau nachvollzogen werden kann, wer denn wirklich kein Geld hat und Unterstützung braucht.

Wie ist das mit der Sache mit den freiwilligen Bildungskrediten? Soll die jeder bekommen? Ist das nicht gerecht? (der Student bekommt ne Chance und weiß, das er sich anstrengen muß - sicherlich ein Druck, aber gesunder Druck hat doch noch keinem geschadet oder?)

BjoernD hat geschrieben:War doch bei der Haushaltssperre 2001 auch so...man könne ja "durch geschickte Streckung von mehrjährigen Projekten" die Kosten einsparen.


Gut lief sicherlich beschissen, doch darf man nicht immer davon ausgehen, daß alles nur Linkerei ist. Da müssen eben Papiere her, wo alles aufgeführt wird, ohne wenn und aber und ohne Lücken und da müssen sich eben Leute wie Herr Rößler verbürgen etc. Sollte er sinnvolle Bildungspolitik machen kann er auch dafür gerade stehen!

BjoernD hat geschrieben:Und dann steht da natürlich 1500 Euro Studiengebühr. Das ist der absolute Hammer und eine Frechheit.


Ich denke das ist nicht von heute auf morgen machbar, auf keinen Fall rückwirkend, also für derzeitige Studenten. Wie denkwürdig in Bezug auf - das wird mal realisiert - sind solche Ansätze? Das würde viele Leute umhauen und es ist nicht falsch dies als "Magenschlag für die Bildung" zu bezeichnen :?!

Viele Fragen und viele Informationen aber wenig Durchblick für mich dahinter - kann man über so etwas mal gemütlich sprechen, ohne Podium etc. (was ich da flüchtig gelesen habe)?

Schönen Morgen, Conny...
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Beitragvon BjoernD am Samstag 7. Dezember 2002, 08:50

@Conny:

RCDS = CDU/CSU-naher Ring Christlich demokratischer Studenten. Wie Du vielleicht weisst, gibt es ja su Studentenvereinigungen und einige von denen sind politisch. da gibt es die Sozialdemokratischen Studenten (SPD), den Bundschuh (PDS), die Grünen Studenten. Ich selbst bin bei der Liberalen Hochschulgruppe (FDP-nah).
In anderen Unis ist es so, dass sich diese Hochschulgruppen sehr aktiv in die Uni-Politik einbringen, indem sie sogar mit eigenen Listen für die FSRs und AStAs kandidieren. In Dresden bleibt die große Politik bisher außen vor und das finde ich gut so.
In fact wird der RCDS in Dresden etwa so viele Mitglieder haben wie die anderen Gruppen auch, also schätzungsweise 3-5. Das Problem ist nur, dass sich eben 3 Leute mit Beziehungen zu Rösler offenbar mehr Publicity verschaffen können als ein StuRa mit 30.000 Studenten hinter sich. :(

Zum Rest später, ich muss los.
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Beitragvon Conny am Samstag 7. Dezember 2002, 10:09

Morgen Björn!

BjoernD hat geschrieben:Das Problem ist nur, dass sich eben 3 Leute mit Beziehungen zu Rösler offenbar mehr Publicity verschaffen können als ein StuRa mit 30.000 Studenten hinter sich. :(


Wer sind diese Leute, durch was begründet sich diese Annahme?
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Anfang einer Erklärung... weitere folgen

Beitragvon Steffen am Samstag 7. Dezember 2002, 14:04

Hallo Conny,

als erstes mal das größte Problem, selbstverständlich kann die Landesregierung, nach einer Anpassung der aktuellen Gesetze, selber Gebühren erheben. Darauf könnten wir dann überhaupt keinen Einfluss nehmen.
Als zweite Gruppe kann die Uni-Leitung eine Einführung von Gebühren veranlassen, auch das erst nach einer Anpassung der geltenden Gesetze.

Unabhängig davon, wer es durchgesetzt bekommt ist die Tatsache, dass weder Studenten, noch Studentenvertreter einen Einfluss darauf nehmen, wie diese zu gestalten ist. Es ist derzeit völlig den obigen Gruppen überlassen, ob Studenten ein Mitspracherecht haben oder nicht. Bei der Uni selber bin ich noch optimistisch, dass wenigstens diese mit sich reden lässt.

Wenn eine Studiengebühr eingeführt wird, gehen die Studenten davon aus, dass die Kunden und keine Bittsteller mehr sind. Also denken sie derzeit man kann Leistung erwarten. Wie denn?

Wer nicht zahlt, ist nicht eingeschrieben, damit hat er kein Mitspracherecht, ist nicht zu Prüfungen zugelassen und ist kein Student mehr. Damit hat die eine Seite (UNI / Staat) ein Druckmittel auf die Studenten.
Was machen wir, wenn wir etwas fordern? ... Gehen?

Aktuell ist die Lage ab der TU-München, welche als UNI versucht Studiengebühren einzuführen. Dort wiederum ist das Ministerium dagegen. Dort ist ein Minister am Werk, der sich für sein Amt einsetzt. Von ihm kann die Frage (nicht wortgetreu) welcher Finanzminister sich bereit erklärt die Zuwendungen des Staates an die Uni' NICHT! Zu kürzen. Zeige mir einen, der einen "Vertrag" unterschreibt.

Weiterhin ist es eine Tatsache, dass es sich keine BaFöG-Nehmer leisten können noch mehr Geld in die Uni's zu investieren. Was ist mit denen, die kein BaFöG bekommen? Kommt da eine neue Bemessungsgrenze?

Studieren ist kostenlos keinesfalls umsonst!
Ich würde alle, die sich interessiert und auch engagiert gegen, aber auch für, Studiengebühren einsetzen, bitten einmal die Reaktionen zu lesen, die Jens Bemme auf "seinen" offen Brief bekommen hat. Er veröffentlicht sie auf der Seite "http://rcswww.urz.tu-dresden.de/~jb314421/ob/".
Man darf nicht vergessen, dass Studenten mit einem Abitur auch die Möglichkeit haben Arbeiten zu gehen. Nicht selten zu einem guten Gehalt. Sie opfern Ihre Zeit für sich, aber auch um den Staat zu repräsentieren, oder anders auch mit einem höheren Gehalt mehr für den Staat tun zu können. (Quelle zu dieser Meinung folgt am Sonntag)


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Beitragvon BjoernD am Samstag 7. Dezember 2002, 17:33

wieder da.

@Conny:

Natürlich klingt die Idee verlockend - jeder zahlt 100 Euro und der Uni geht es besser. Aber rechnen wirs doch mal aus:

30.000 Studenten mal 100 Euro = 3.000.000 Euro. Das klingt zwar viel, ist aber ein sehr geringer Anteil am Uni-Haushalt. Davon kannst Du noch keine großen Sprünge erwarten.

Was die Vertragssache angeht: Stichwort Hochschulkonsens. Da wollten die Unis einen Vertrag haben, der ihnen zusichert, dass sie auf mehrere Jahre hinaus nicht mit Kürzungen zu rechnen haben. Und genau da war es die Staatsregierung, die diesen Vertrag nicht unterschreiben wollte, weil man sich davor fürchtete, bei schlechter werdender Haushaltslage die Unis nicht weiter totkürzen zu können.
Und genau deshalb bin ich misstrauisch, was die Vertrags-Geschichte angeht.
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