Hallo Conny,
als erstes mal das größte Problem, selbstverständlich kann die Landesregierung, nach einer Anpassung der aktuellen Gesetze, selber Gebühren erheben. Darauf könnten wir dann überhaupt keinen Einfluss nehmen.
Als zweite Gruppe kann die Uni-Leitung eine Einführung von Gebühren veranlassen, auch das erst nach einer Anpassung der geltenden Gesetze.
Unabhängig davon, wer es durchgesetzt bekommt ist die Tatsache, dass weder Studenten, noch Studentenvertreter einen Einfluss darauf nehmen, wie diese zu gestalten ist. Es ist derzeit völlig den obigen Gruppen überlassen, ob Studenten ein Mitspracherecht haben oder nicht. Bei der Uni selber bin ich noch optimistisch, dass wenigstens diese mit sich reden lässt.
Wenn eine Studiengebühr eingeführt wird, gehen die Studenten davon aus, dass die Kunden und keine Bittsteller mehr sind. Also denken sie derzeit man kann Leistung erwarten. Wie denn?
Wer nicht zahlt, ist nicht eingeschrieben, damit hat er kein Mitspracherecht, ist nicht zu Prüfungen zugelassen und ist kein Student mehr. Damit hat die eine Seite (UNI / Staat) ein Druckmittel auf die Studenten.
Was machen wir, wenn wir etwas fordern? ... Gehen?
Aktuell ist die Lage ab der TU-München, welche als UNI versucht Studiengebühren einzuführen. Dort wiederum ist das Ministerium dagegen. Dort ist ein Minister am Werk, der sich für sein Amt einsetzt. Von ihm kann die Frage (nicht wortgetreu) welcher Finanzminister sich bereit erklärt die Zuwendungen des Staates an die Uni' NICHT! Zu kürzen. Zeige mir einen, der einen "Vertrag" unterschreibt.
Weiterhin ist es eine Tatsache, dass es sich keine BaFöG-Nehmer leisten können noch mehr Geld in die Uni's zu investieren. Was ist mit denen, die kein BaFöG bekommen? Kommt da eine neue Bemessungsgrenze?
Studieren ist kostenlos keinesfalls umsonst!
Ich würde alle, die sich interessiert und auch engagiert gegen, aber auch für, Studiengebühren einsetzen, bitten einmal die Reaktionen zu lesen, die Jens Bemme auf "seinen" offen Brief bekommen hat. Er veröffentlicht sie auf der Seite "
http://rcswww.urz.tu-dresden.de/~jb314421/ob/".
Man darf nicht vergessen, dass Studenten mit einem Abitur auch die Möglichkeit haben Arbeiten zu gehen. Nicht selten zu einem guten Gehalt. Sie opfern Ihre Zeit für sich, aber auch um den Staat zu repräsentieren, oder anders auch mit einem höheren Gehalt mehr für den Staat tun zu können. (Quelle zu dieser Meinung folgt am Sonntag)
Steffen